đ WochenrĂŒckblick KW12 â 17. bis 21. MĂ€rz 2026
Volatile Woche: SMI unter Druck durch Iran-Unsicherheit, Accelleron +13% nach Zahlen, Holcim-Comeback.
VolatilitÀt regiert: Zwischen geopolitischer Unruhe und starken Unternehmenszahlen
Die zwölfte Kalenderwoche 2026 markierte eine Phase erheblicher Unsicherheit an den Schweizer MÀrkten. Getrieben von eskalierenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und anhaltenden Konjunktursorgen erlebte der SMI eine turbulente Berg- und Talfahrt, die Anlegern starke Nerven abverlangte.
Tageschronik: Ein RĂŒckblick auf die Handelswoche
Montag, 17.03.: Hoffnungsvoller Auftakt Die Woche begann ĂŒberraschend positiv. Trotz der drohenden Gewitterwolken am Horizont konnte der SMI zulegen. Besonders gefragt waren Wachstumswerte wie DocMorris und Tecan sowie der RĂŒckversicherer Swiss Re. Ein deutlicher Lichtblick zeigte sich im Bausektor: Amrize (+1.6%), Sika (+1.6%) und Holcim (+0.6%) zogen den Gesamtmarkt nach oben und liessen auf eine Stabilisierung hoffen.
Mittwoch, 19.03.: Der schwarze Mittwoch Mitte der Woche schlug die Stimmung massiv um. Die Unsicherheit bezĂŒglich der Entwicklungen im Iran griff auf das Parkett ĂŒber und löste einen breiten Ausverkauf aus. Der SMI rutschte deutlich ins Minus. Schwergewichte wie Roche (-2.9%), Novartis (-2.2%) und NestlĂ© (-1.7%) konnten sich dem AbwĂ€rtssog nicht entziehen. Auch die Gewinner vom Montag, wie Holcim (-3.3%), mussten ihre Federn lassen.
Donnerstag, 20.03.: Die grosse Erleichterung Nach dem Schock vom Vortag folgte am Donnerstag die Gegenbewegung. Besonders die zyklischen Werte feierten ein beeindruckendes Comeback. Holcim fĂŒhrte die Erholung mit einem Plus von 4.3% an, gefolgt von Sika (+1.9%) und Amrize (+1.7%). Doch der eigentliche Star des Tages war Accelleron, die nach glĂ€nzenden Jahreszahlen und einem optimistischen Ausblick regelrecht explodierten. Auf der Schattenseite standen defensive Titel wie Swisscom und ABB, die leicht schwĂ€cher schlossen.
Freitag, 21.03.: Atempause Da die Börse am Samstag geschlossen bleibt, nutzten viele Marktteilnehmer den Freitag fĂŒr eine Neubewertung ihrer Positionen vor dem Wochenende.
Top-Performer der Woche
Accelleron (ACLN): Unbestrittener Spitzenreiter der Woche. Mit einem Kurssprung von 13% nach der PrÀsentation starker Kennzahlen erreichte die Aktie ein neues Allzeithoch bei 77.75 CHF. Die Abspaltung von ABB beweist weiterhin ihre operative StÀrke und Effizienz.
Implenia (IMPN.SW): Der Baukonzern glĂ€nzte im Small/Mid Cap Segment. Dank neuer GrossauftrĂ€ge im Volumen von rund 310 Millionen Franken kletterte der Kurs auf 67.85 CHF (+2.64%). Das prall gefĂŒllte Auftragsbuch sorgt fĂŒr VisibilitĂ€t in einem schwierigen Marktumfeld.
Holcim: Trotz der VolatilitĂ€t innerhalb der Woche zeigte der Zementriese am Donnerstag eine starke Resilienz und bleibt ein zentraler Pfeiler fĂŒr Anleger, die auf eine Erholung des Bausektors setzen.
Flop-Performer der Woche
Defensive Schwergewichte: Insbesondere Roche und Novartis hatten unter dem allgemeinen Verkaufsdruck am Mittwoch zu leiden. In Phasen massiver Marktturbulenzen konnten sie ihre Rolle als âsicherer Hafenâ diesmal nur bedingt erfĂŒllen.
Swisscom: In einer Woche, in der Zykliker und Technologiewerte (aus spezifischen GrĂŒnden) im Fokus standen, blieb der TK-Riese leicht hinter den Erwartungen zurĂŒck und gehörte zu den schwĂ€cheren Werten im SMI.
SPI Bollinger-Update: Die technische Lage
Ein Blick auf unser wichtigstes technisches Instrument zeigt ein klares Bild: Der SPI steht aktuell bei 79.8 Punkten. Damit liegt der Index knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt (200d-MA) von 80.4.
Wichtig fĂŒr strategische Anleger: Die Liquidierungsschwelle bei 78.8 wurde trotz der Turbulenzen am Mittwoch nicht erreicht. Somit gibt es aus Sicht der Bollinger-Strategie aktuell keinen Handlungsbedarf. Wir halten die FĂŒsse still und beobachten die Konsolidierung an der MA-Linie.
Ausblick KW13: Was Anleger erwartet
FĂŒr die kommende Woche liegt der Fokus weiterhin auf der geopolitischen Lage. Jede Nachricht aus dem Nahen Osten wird unmittelbar Einfluss auf die Ălpreise und damit die Inflationserwartungen haben. Technisch wird entscheidend sein, ob der SPI den Sprung zurĂŒck ĂŒber den 200-Tage-Durchschnitt schafft, um das positive Momentum zu bestĂ€tigen.
Anleger sollten zudem die anstehenden Dividendenzahlungen im Blick behalten, die in dieser Phase des Jahres oft fĂŒr zusĂ€tzliche Kursbewegungen sorgen.
Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschliesslich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Investitionen in Aktien sind mit Risiken verbunden.