đ Mittagsupdate â 30. MĂ€rz 2026
SMI dreht ins Plus trotz Iran-Krieg: NestlĂ© und KĂŒhne+Nagel fĂŒhren den Markt an, Aluminium +3.5%
Der Schweizer Markt zeigt sich am Montag erstaunlich widerstandsfĂ€hig. Trotz anhaltender Geopolitik-Risiken durch den Iran-Krieg hĂ€lt der SMI leicht im Plus â getragen von defensiven Schwergewichten und Logistiktiteln.
đšđ SPI/SMI Stand Mittag
| Index | Stand | VerÀnderung |
|---|---|---|
| SMI | ca. 12â516 | ~+0.3% |
| SPI | ca. 17â471 | ~+0.9% |
| Ăl (Brent) | $104.50 | +4.4% |
| Gold | $4â472 | +1.2% |
Der SPI zeigt dabei mehr Dynamik als der Blue-Chip-Index, da Mid- und Small-Caps stĂ€rker zulegen. Der Ălpreis bleibt ĂŒber der $100-Marke â ein deutliches Inflationssignal.
đ Top-Beweger heute
đą Gewinner:
- KĂŒhne + Nagel +2.09% (CHF 188.45) â Logistik profitiert von erhöhter Lieferketten-Nachfrage
- NestlĂ© +2.02% (CHF 84.09) â Defensive QualitĂ€t gefragt, Flucht in sichere HĂ€fen
- Holcim +1.54% (CHF 70.77) â Baumaterialien mit starkem Lauf
- Sika +1.39% (CHF 140.18) â Bauchemie folgt Holcim-Trend
- Swiss Re +1.39% (CHF 140.43) â Versicherungen als defensive Werte gesucht
đŽ SchwĂ€cher:
- UBS Group â Finanzwerte unter leichtem Druck
- Roche GS +0.59% (CHF 339.50) â Pharma hinkt dem Markt hinterher
đ° News seit Marktöffnung
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Aluminium +3.5% an LME â Iranische Angriffe auf AluminiumhĂŒtten in der Golfregion (Emirates Global Aluminium, Aluminium Bahrain betroffen) treiben den Preis des Leichtmetalls massiv in die Höhe. FĂŒr die Schweizer Industrie (ABB, Alstom-Lieferketten) ein potenzielles Kostenproblem.
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Eurozone-GeschĂ€ftsklima eingetrĂŒbt â EU-Kommissions-Barometer sinkt im MĂ€rz auf 96.6 Punkte (von 98.2 im Februar). Inflationserwartungen springen auf 43.4 Punkte â ein Alarmsignal. Der Iran-Krieg schĂŒrt Sorgen vor einer erneuten Inflationswelle.
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Deutschland reduziert Silbergehalt in SammlermĂŒnzen â Auf den ersten Blick ein Randthema, aber symptomatisch: Die Edelmetallpreise sind so hoch und volatil, dass selbst staatliche MĂŒnzprĂ€gungen angepasst werden mĂŒssen. Silber und Gold bleiben stark nachgefragt.
đ Internationaler Impuls
Europa startet mit gemischten Vorzeichen in die neue Woche. Der Iran-Konflikt dominiert weiterhin das Marktgeschehen: Die Eskalation im Nahen Osten hĂ€lt die Ălpreise ĂŒber $100, was InflationsĂ€ngste schĂŒrt. US-PrĂ€sident Trump zeigte sich zwar «zuversichtlich» ĂŒber Verhandlungsmöglichkeiten mit Teheran â konkrete Signale fehlen jedoch.
Der Ălpreis bei $104.50 (Brent, +4.4%) ist das grösste Marktrisiko. Analysten warnen: Ein anhaltend hoher Ălpreis um +15% wĂŒrde die Inflation in Europa um 0.3â0.4 Prozentpunkte erhöhen und das BIP-Wachstum bremsen â Stagflations-Szenario inklusive.
Gold bei $4â472 (+1.2%) zeigt, dass Anleger weiter in sichere HĂ€fen fliehen. Der Schweizer Franken profitiert ebenfalls von seiner Safe-Haven-Funktion.
Alle Angaben ohne GewÀhr. Keine Anlageberatung.