đ Marktöffnung â 7. April 2026
Schweizer Börsen öffnen unter Druck: Trumps Iran-Ultimatum und explodierende Ălpreise ĂŒberschatten den Handelstag.
Der SPI/SMI startet heute in einen angespannten Handelstag. Das Trump-Ultimatum an den Iran lĂ€uft Dienstagabend aus â sollten die USA angreifen, droht eine massive Eskalation. Der Dax wird nahezu unverĂ€ndert erwartet, wĂ€hrend Ălpreise zweistellig ĂŒber 100 Dollar notieren und Anleger weltweit in eine Abwartehaltung zwingen.
đ Internationales Umfeld
US-MÀrkte (Schluss 6. April): Leicht positiv beendet, aber mit wachsender NervositÀt. Der S&P 500 schloss +0,44 % bei 6.611,83 Punkten, der Nasdaq Composite legte +0,54 % auf 21.996,34 zu und der Dow Jones gewann 165 Punkte (+0,36 %) auf 46.669,88. Die Hoffnung auf Waffenstillstandsverhandlungen trieb die MÀrkte am Nachmittag leicht an, doch Trumps Drohungen dÀmpften die Euphorie schnell wieder.
Asien (heute Morgen gemischt): Der Nikkei 225 in Tokio gab 0,2 % auf 53.323,41 nach. Der breiter gefasste Topix blieb nahezu unverĂ€ndert bei 3.643,90. Shanghai dagegen legte 0,5 % zu. Anleger in Asien gingen wegen des Iran-Konflikts deutlich in Deckung â Stagflationssorgen nehmen zu, HĂ€ndler preisen keine Fed-Zinssenkungen mehr fĂŒr 2026 ein.
đšđ SPI/SMI zur Eröffnung
Die Schweizer Leitindizes dĂŒrften vorsichtig bis leicht negativ in den Handel starten. Der Konjunkturpessimismus in der Euro-Zone hat zugenommen â das Sentix-Barometer wird im April auf â9,0 Punkte (MĂ€rz: â3,1) erwartet, was auch exportorientierte Schweizer Werte belastet. Hinzu kommen die massiven Ălpreisanstiege: Brent notiert bei 111,06 Dollar (+1,2 %), WTI sogar bei 114,98 Dollar (+2,3 %). FĂŒr die Schweiz als Rohstoff-Importeur sind das klare Belastungsfaktoren.
Gold gab derweil um 0,6 % auf 4.617 Dollar nach â Anleger nehmen vor dem Iran-Ultimatum Gewinne vom Edelmetall, da höhere Zinsen die AttraktivitĂ€t zinsloser Anlagen dĂ€mpfen.
đ° Schweizer News zum Start
Broadcom x Google â KI-Partnerschaft: Der Chiphersteller Broadcom hat eine erweiterte strategische Zusammenarbeit mit Google und Anthropic bekanntgegeben. Er liefert massgeschneiderte TPUs fĂŒr Googles nĂ€chste KI-Rechenzentrumsgeneration bis 2031. Anthropic erhĂ€lt ab 2027 Zugang zu rund 3,5 Gigawatt TPU-basierter RechenkapazitĂ€t. FĂŒr die Schweiz relevant: KI-Infrastruktur-Investitionen dieser Grössenordnung dĂŒrften auch europĂ€ische Zulieferer und Cloud-Player beeinflussen.
Schweizer Autozulieferer unter Druck: Das deutsche ifo-GeschĂ€ftsklima in der Automobilindustrie ist im MĂ€rz auf â18,7 (Februar: â15,7) gefallen. Die GeschĂ€ftslage wird «deutlich schlechter» bewertet. Schweizer Automobil- und Zulieferunternehmen (wie die Schaffner-Gruppe, Forbo oder die Georg Fischer-Gruppe) könnten unter dieser EintrĂŒbung leiden â zumal die Ălpreisspirale die Konsumnachfrage nach Fahrzeugen zusĂ€tzlich dĂ€mpft.
đ Heute im Fokus
- đźđ· Trump-Iran-Ultimatum lĂ€uft Dienstagabend (US-Zeit) aus â der zentrale Markentreiber. Sollte es keinen Deal geben, drohen US-Angriffe auf iranische Infrastruktur.
- đȘđș Sentix-Konjunkturerwartungen Euro-Zone (April): Erwartet wird ein RĂŒckgang auf â9,0 von â3,1 Punkten im MĂ€rz.
- đȘđș Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Euroraum (MĂ€rz): Veröffentlichung heute â wichtiges Konjunkturbarometer.
- đ©đȘ ifo-Autoindustrie MĂ€rz: Bereits veröffentlicht â GeschĂ€ftsklima deutlich eingetrĂŒbt, aber BeschĂ€ftigungserwartungen stabilisieren sich.
- đąïž Rohstoffe: Brent-Ăl ĂŒber 111 Dollar, WTI ĂŒber 114 Dollar â strukturelle Knappheit am Markt, getrieben durch die faktische Sperrung der Strasse von Hormus.
Alle Angaben ohne GewÀhr. Keine Anlageberatung.