đ Marktöffnung â 13. April 2026
Gescheiterte Iran-Verhandlungen und Hormus-Blockade belasten die MĂ€rkte â SMI steht vor schwachem Start.
Die FriedensgesprĂ€che zwischen den USA und Iran sind am Wochenende spektakulĂ€r gescheitert. US-PrĂ€sident Trump hat umgehend eine Blockade der strategisch wichtigen StraĂe von Hormus angekĂŒndigt. Ălpreise schielen auf ĂŒber 100 Dollar â der Schweizer Markt öffnet unter Druck.
đ Internationales Umfeld
Die asiatischen MĂ€rkte reagieren negativ auf die Eskalation im Nahen Osten. Der Nikkei 225 verliert 0,74 % auf 56â503 Punkte, der Hang Seng in Hongkong fĂ€llt 1,11 % auf 25â607 ZĂ€hler. Chinas Festlandbörsen zeigen sich dagegen vergleichsweise robust â der Shanghai Composite notiert nahezu unverĂ€ndert.
In Europa deutet sich ein schwacher Montag an: Der DAX wird laut Indikation von Lang & Schwarz rund 1,3 % tiefer eröffnet. Der Grund: 21 Stunden Verhandlungen in Islamabad endeten ohne Ergebnis, und Trumps Hormus-Blockade-AnkĂŒndigung hat das geopolitische Risiko massiv eskaliert. Durch die Meerenge wird ein FĂŒnftel des globalen Ăltransports abgewickelt.
Die US-MĂ€rkte schlossen am Freitag mit einem leichten RĂŒckgang: Der S&P 500 verlor 0,11 % auf 6â817 Punkte, konnte aber die beste Woche seit November verbuchen (+3,5 %). Der Iran-Schock am Wochenende dĂŒrfte diese Gewinne jedoch wieder gefĂ€hrden.
đšđ SPI/SMI zur Eröffnung
Der SMI steht vor einem schwachen Start. Die Kombination aus eskalierendem Iran-Konflikt, sprunghaft steigenden Ălpreisen und fallenden europĂ€ischen TerminmĂ€rkten dĂŒrfte den Schweizer Leitindex zu Handelsbeginn deutlich unter Druck setzen â voraussichtlich im Bereich von â1,0 bis â1,5 %.
Besonders im Fokus: Energie- und Rohstoffwerte profitieren vom Ălpreis-Anstieg, wĂ€hrend zyklische Titel und konsumnahe Branchen unter den höheren Energiekosten leiden dĂŒrften.
đ° Schweizer News zum Start
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Ălpreis-Schock fĂŒr die Schweizer Industrie: Die Brent-Verteuerung um 8,6 % auf ĂŒber 103 Dollar pro Barrel dĂŒrfte die Energiekosten fĂŒr Schweizer Unternehmen nachhaltig treiben. Analysten warnen vor einem dauerhaft höheren Preisniveau â Eon rechnet mit Gaspreisanstiegen von bis zu 75 % an den Energiebörsen.
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Airlines unter massivem Druck: Die Lufthansa steht im Fokus â nach dem Kabinenstreik der vergangenen Woche streiken heute und morgen die Piloten. Hunderte FlĂŒge fallen aus. In Asien verlieren Japan Airlines und Qantas je rund 2 %. FĂŒr den Schweizer Luftverkehrsektor sind die Entwicklungen ebenfalls relevant.
đ Heute im Fokus
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Goldman Sachs Q1-Zahlen: Die US-Investmentbank veröffentlicht ihre Ergebnisse fĂŒr das erste Quartal â Analysten erwarten dank florierender GeschĂ€fte im Investmentbanking und M&A-Bereich höhere Gewinne. Im Zentrum stehen jedoch die Prognosen fĂŒr die kommenden Monate angesichts geopolitischer Unsicherheiten.
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Ălpreis-Entwicklung: Weitere Eskalation der Hormus-Situation möglich â die US-Marine hat die Blockade des gesamten Seeverkehrs in und aus iranischen HĂ€fen angekĂŒndigt. Rund zwei Millionen Barrel pro Tag könnten vom Markt verschwinden.
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Ungarn: Der Forint steigt nach der Abwahl von Viktor Orban auf ein Vier-Jahres-Hoch â verbesserte EU-Beziehungen und die Freigabe von EU-Geldern stĂŒtzen die WĂ€hrung.
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