đ Marktöffnung â 01. September 2026
SMI startet verhalten in den September: Ăl, US-Renditen und Swiss-Life-Zahlen setzen die Akzente.
Der Schweizer Aktienmarkt startet vorsichtig in den September. Die Julius-BĂ€r-Vorbörse deutete kurz vor Handelsbeginn auf einen leicht tieferen SMI hin, nach dem Start konnte sich der Leitindex aber knapp ins Plus arbeiten. Belastend wirken die schwĂ€cheren US-Vorgaben, höhere Ălpreise und steigende US-Renditen; stĂŒtzend sind selektive Unternehmensmeldungen wie Swiss Life.
đ Internationales Umfeld
Die Wall Street hat den August mit Abgaben beendet. Der Dow Jones verlor am Montag 374 Punkte bzw. 0,7 Prozent auf 53â185,90 Punkte, der S&P 500 gab 0,3 Prozent auf 7â686,14 Punkte nach und der Nasdaq Composite sank leicht um 0,1 Prozent auf 26â370,89 Punkte. Auslöser waren vor allem wieder anziehende Ălpreise nach neuen Spannungen im Nahen Osten sowie steigende Renditen am US-Anleihemarkt.
In Asien zeigt sich am Morgen ein gemischtes Bild. Japan hĂ€lt sich freundlicher: Der Topix liegt im Plus, wĂ€hrend der Nikkei ebenfalls stabil tendiert. Hongkong steht dagegen unter Druck; der Hang Seng verliert rund 1,1 bis 1,2 Prozent. Neben der allgemein vorsichtigen Risikostimmung belastet dort das schwache BörsendebĂŒt von Shein.
đšđ SPI/SMI zur Eröffnung
Die Schweizer Vorbörse signalisierte einen leicht schwĂ€cheren Start. Julius BĂ€r stellte den SMI um 08:45 Uhr bei 14â275 Punkten, rund 0,08 Prozent unter dem Vortagesschluss. Der breite Markt kam danach etwas besser in den Handel: Der SMI notierte kurz nach 09:40 Uhr rund 0,2 Prozent höher bei etwa 14â319 Punkten, der SPI lag ebenfalls leicht im Plus.
Damit bleibt der Auftakt vorsichtig, aber nicht panisch. Der Markt verarbeitet den schwachen Wochenstart vom Montag, als der SMI 0,79 Prozent tiefer geschlossen hatte. Im Fokus stehen heute defensive Schwergewichte, Versicherer und Finanzwerte. Gleichzeitig dĂŒrften Ălpreis, Franken, US-Renditen und die amerikanischen Konjunkturdaten die Richtung fĂŒr den Nachmittag vorgeben.
đ° Schweizer News zum Start
Swiss Life steht klar im Zentrum. Der Lebensversicherer hat im ersten Halbjahr 2026 mehr verdient, das Fee-Ergebnis gesteigert und ein neues AktienrĂŒckkaufprogramm ĂŒber 250 Millionen Franken angekĂŒndigt. Das Programm soll vom 1. Oktober 2026 bis Ende MĂ€rz 2027 laufen. Gleichzeitig treibt Swiss Life ihr Effizienzprogramm voran; bis Ende 2028 sollen rund 600 Stellen wegfallen, etwa die HĂ€lfte davon in der Schweiz.
Vaudoise bleibt nach dem Hagelunwetter vom Freitag ebenfalls auf dem Radar. Der Versicherer rechnet in den Regionen Aarau, Olten, Solothurn und ZĂŒrich mit mehr als 2â000 SchadenfĂ€llen, vor allem bei Fahrzeugen. Der erwartete Schadenwert liegt bei rund 10 Millionen Franken.
đ Heute im Fokus
Makroseitig beginnt der September mit mehreren Stimmungs- und Konjunktursignalen. In Europa stehen Einkaufsmanagerdaten aus der Industrie auf dem Kalender, in den USA richten sich die Blicke auf ISM-Industrie, Bauausgaben und weitere ArbeitsmarktvorlĂ€ufer. Diese Daten sind relevant fĂŒr die Zinserwartungen vor der nĂ€chsten Fed-Sitzung.
FĂŒr die Schweiz ist heute kein SNB-Zinsentscheid angesetzt. Anleger achten aber auf den Franken, die Entwicklung der US-Renditen und die Frage, ob die höheren Ălpreise erneut Inflationssorgen auslösen. Nach dem starken Sommer an vielen AktienmĂ€rkten dĂŒrfte der Start in den traditionell schwierigeren Börsenmonat September entsprechend selektiv bleiben.
Alle Angaben ohne GewÀhr. Keine Anlageberatung.