đ Marktöffnung â 02. September 2026
SMI vorbörslich tiefer: Ălpreis, steigende Renditen und schwache Vorgaben aus den USA und Asien belasten.
Der Schweizer Aktienmarkt dĂŒrfte schwĂ€cher in den Mittwoch starten. Die Julius-BĂ€r-Vorbörse stellte den SMI kurz vor Handelsbeginn bei rund 14â290 Punkten und damit 0,31 Prozent unter dem Vortagesschluss. Belastend wirken die klar negativen Vorgaben aus den USA und Asien, höhere Ălpreise sowie steigende Anleiherenditen.
đ Internationales Umfeld
Die Wall Street hat am Dienstag deutlich schwĂ€cher geschlossen. Der Dow Jones verlor 419 Punkte bzw. 0,8 Prozent auf 52â766,88 Punkte, der S&P 500 gab 0,7 Prozent auf 7â631,47 Punkte nach und der Nasdaq Composite sank 1,0 Prozent auf 26â099,77 Punkte. Auslöser waren vor allem die verschĂ€rften Spannungen zwischen den USA und Iran, ein krĂ€ftiger Anstieg der Ălpreise und höhere US-Renditen. Die Rendite zehnjĂ€hriger US-Staatsanleihen stieg Richtung 4,8 Prozent und erhöhte den Druck auf Aktien, besonders auf Technologie- und Wachstumswerte.
Auch in Asien dominierten am Morgen rote Vorzeichen. Der Nikkei 225 fiel zeitweise um rund 3 Prozent, der sĂŒdkoreanische Kospi sogar noch stĂ€rker. In Hongkong gab der Hang Seng um etwa 0,8 Prozent nach, wĂ€hrend auch Festlandchina schwĂ€cher tendierte. Die Kombination aus globalem Bond-Sell-off, Ălpreissprung und geopolitischer Unsicherheit drĂŒckt damit klar auf die Risikobereitschaft.
đšđ SPI/SMI zur Eröffnung
FĂŒr die Schweiz deutet die Vorbörse auf einen schwĂ€cheren Handelsstart hin. Julius BĂ€r stellte den SMI um 08:45 Uhr bei 14â290 Punkten, rund 44,8 Punkte bzw. 0,31 Prozent unter dem Schlussstand vom Dienstag. Der gestrige Handel war noch von Novartis gestĂŒtzt worden: Der SMI schloss bei 14â334,79 Punkten mit einem Plus von 0,34 Prozent, wĂ€hrend das Umfeld bereits fragiler wurde.
Heute dĂŒrfte der Markt stĂ€rker auf das internationale Umfeld reagieren. Defensive Schwergewichte können zwar stabilisieren, doch höhere Ălpreise, steigende Renditen und die schwachen Vorgaben aus den USA und Asien sprechen zunĂ€chst fĂŒr ZurĂŒckhaltung. Im breiten SPI sind besonders zyklische Werte, Finanzaktien und zinssensitive Titel im Fokus.
đ° Schweizer News zum Start
Novartis bleibt nach dem Kurssprung vom Dienstag ein SchlĂŒsselwert. Positive Phase-III-Daten zum MS-Mittel remibrutinib hatten die Aktie deutlich angetrieben und dem Gesamtmarkt Halt gegeben. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Novartis Studien mit einer experimentellen CAR-T-Therapie nach TodesfĂ€llen pausiert. FĂŒr Anleger bleibt deshalb die Frage, ob die Hoffnung auf remibrutinib den Risikoabschlag bei anderen Entwicklungsprojekten weiter ĂŒberlagert.
UBS steht politisch erneut im Rampenlicht. Finanzministerin Karin Keller-Sutter kritisierte den Vorschlag einer StĂ€nderatskommission, die geplanten strengeren Eigenkapitalanforderungen fĂŒr UBS abzumildern. Die Diskussion um Kapitalregeln nach der Credit-Suisse-Ăbernahme dĂŒrfte die Aktie weiter begleiten, zumal die Reformen im Parlament noch diesen Monat Thema werden sollen.
đ Heute im Fokus
Makroseitig stehen heute vor allem Zinsen, Ăl und Konjunktursignale im Vordergrund. Ein SNB-Zinsentscheid ist nicht angesetzt; die nĂ€chste geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank folgt erst am 24. September. In der Schweiz bleibt der Franken als Sicherheitsbarometer wichtig, international schauen Anleger auf den globalen Anleihemarkt und auf neue Hinweise zur US-Konjunktur.
Nach dem schwachen Start in den September wird entscheidend sein, ob sich der Ălpreisschock beruhigt oder ob höhere Energiepreise die Inflations- und Zinssorgen weiter verstĂ€rken. Ohne Entspannung bei Renditen und Geopolitik dĂŒrfte die Schweizer Börse zunĂ€chst defensiv und selektiv bleiben.
Alle Angaben ohne GewÀhr. Keine Anlageberatung.