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🔔 Marktöffnung — 10. September 2026

Der SMI startet leicht höher, doch Ölpreise über 100 Dollar und der EZB-Zinsentscheid begrenzen die Erholung.

Der Schweizer Aktienmarkt startet am Donnerstag mit einer moderaten Gegenbewegung. Stabilere Ölpreise und leicht bessere US-Vorgaben nach dem europäischen Handelsschluss stützen, doch vor dem EZB-Zinsentscheid bleibt die Zurückhaltung gross.


🌍 Internationales Umfeld

Die Wall Street beendete den Mittwoch erneut im Minus. Der Dow Jones verlor 0,8 Prozent auf 52’380,66 Punkte, der S&P 500 gab 0,5 Prozent auf 7’636,36 Punkte nach und der Nasdaq Composite sank 0,6 Prozent auf 26’253,34 Punkte. Belastet wurde die Stimmung vom Brent-Ölpreis, der wegen der Eskalation zwischen den USA und Iran erstmals seit Juli wieder über 100 US-Dollar stieg. Gleichzeitig kletterten die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen bis auf rund 4,85 Prozent.

Auch Asien steht am Morgen unter Druck. Der Nikkei 225 verliert kurz vor Handelsschluss rund 0,6 Prozent auf etwa 64’740 Punkte. In Hongkong geben die Hang-Seng-Futures rund 0,9 Prozent nach. Die Kombination aus hohen Energiepreisen, steigenden Anleiherenditen und neuen Inflationssorgen drückt auf die Risikobereitschaft.


🇨🇭 SPI/SMI zur Eröffnung

Der SMI steigt gegen 9.15 Uhr um 0,24 Prozent auf 13’837,79 Punkte. Der breite SPI gewinnt 0,22 Prozent auf 19’553,46 Zähler, der SMIM legt 0,38 Prozent zu. Damit macht der Markt allerdings nur einen kleinen Teil des Wochenverlusts wett: Seit Montag hat der SMI zeitweise fast 600 Punkte eingebüsst.

14 der 20 SMI-Titel starten im Plus. Swisscom führt mit rund 1,2 Prozent, gefolgt von Swiss Re und der nach den jüngsten Studienrückschlägen leicht erholten Novartis. Unter Druck stehen Alcon und Givaudan. Entscheidender Taktgeber bleibt der Ölpreis: Solange Brent über 100 Dollar notiert, dürfte das Erholungspotenzial begrenzt bleiben.


📰 Schweizer News zum Start

UBS schliesst ihre 2022 gestartete Fonds-Vertriebsgesellschaft in Shenzhen noch im September. Die Plattform WE.UBS konnte sich im hart umkämpften chinesischen Markt mit rund 400 Konkurrenten nicht durchsetzen und soll nun umbenannt sowie in die chinesische Wertpapiereinheit der Grossbank integriert werden. Die übrigen Vermögensverwaltungsplattformen in China bleiben unverändert.

Sulzer-Chefin Suzanne Thoma sieht trotz kurzfristiger Belastungen durch den Nahostkonflikt mittel- bis langfristiges Potenzial. Der Wiederaufbau beschädigter Anlagen sowie Investitionen in Wasser-, Energie-, Entsalzungs- und Transportinfrastruktur könnten dem Industriekonzern zusätzliche Aufträge bringen.


📅 Heute im Fokus

Im Zentrum steht der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank am frühen Nachmittag. Der Markt rechnet angesichts der hartnäckigen Inflation mehrheitlich mit einer Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte; entscheidend werden die Aussagen zum weiteren Zinspfad. In den USA folgen die Erzeugerpreise für August und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Die besonders wichtigen US-Verbraucherpreise stehen am Freitag an und dürften die Erwartungen für den Fed-Entscheid in der kommenden Woche prägen.

In der Schweiz veröffentlicht der Flughafen Zürich am Abend die detaillierten Verkehrszahlen für August. Vorläufige Daten hatten bereits ein Plus der Flugbewegungen von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gezeigt.


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