🔔 Marktöffnung — 22. September 2026
Freundliche US- und Asien-Vorgaben stützen den Schweizer Markt. Sinkende Renditen helfen, doch der Ölpreis bleibt ein Risikofaktor.
Der Schweizer Aktienmarkt dürfte freundlich bis leicht fester in den Dienstag starten. Die kräftige Wall-Street-Rally und positive Vorgaben aus Asien liefern Rückenwind. Gleichzeitig begrenzen der wieder etwas höhere Ölpreis und die geopolitische Unsicherheit das Aufwärtspotenzial.
🌍 Internationales Umfeld
Die Wall Street legte am Montag deutlich zu. Der Dow Jones gewann 0,71 Prozent auf 52’048,83 Punkte, der S&P 500 stieg 1,49 Prozent auf 7’764,70 Zähler und der Nasdaq Composite sprang 2,26 Prozent auf ein Rekordhoch von 27’122,09 Punkten. Gefragt waren vor allem Halbleiter- und KI-Aktien. Zusätzlich entlasteten der Rückgang von Brent in Richtung 100 US-Dollar sowie die auf 4,95 Prozent gesunkene Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen.
Auch in Asien überwiegen die Gewinne. Der Hang Seng lag am Morgen rund 0,4 bis 0,6 Prozent im Plus, der Shanghai Composite gewann etwa 0,2 bis 0,4 Prozent. Besonders fest zeigte sich der südkoreanische Kospi, gestützt von Technologiewerten. In Tokio bleibt die Börse wegen einer Feiertagsfolge geschlossen; der Nikkei 225 wird erst am Donnerstag wieder gehandelt. Brent verteuerte sich im asiatischen Handel wieder auf rund 101,50 US-Dollar.
🇨🇭 SPI/SMI zur Eröffnung
Die internationalen Vorgaben sprechen für einen freundlichen Auftakt bei SMI und SPI. Konkrete vorbörsliche Indikationen lagen zum Redaktionsschluss noch nicht verlässlich vor. Nach dem kräftigen Montagsplus von 1,2 Prozent auf 13’957 Punkte dürfte der SMI die Marke von 14’000 Punkten erneut ins Visier nehmen.
Unterstützung kommt von der starken US-Technologiebörse und den tieferen Anleiherenditen. Für Zurückhaltung sorgen der wieder anziehende Ölpreis und die geopolitische Lage im Nahen Osten. Zudem dürfte der Markt nach der starken Erholung vom Vortag anfällig für Gewinnmitnahmen sein.
📰 Schweizer News zum Start
- Newron Pharmaceuticals: Das an der SIX kotierte Biotechunternehmen meldet für das erste Halbjahr einen Umsatzrückgang auf 3,2 Millionen Euro und einen Nettoverlust von 16,4 Millionen Euro. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen auf 14,6 Millionen Euro. Im Fokus bleibt der Schizophrenie-Kandidat Evenamide: Die Rekrutierung für ENIGMA-TRS 1 soll Mitte Oktober abgeschlossen werden, erste 12-Wochen-Daten werden im ersten Quartal 2027 erwartet. Die verfügbaren Mittel sollen den Betrieb bis weit ins Jahr 2027 finanzieren.
- Roche: Der Pharmakonzern investiert rund 790 Millionen Franken in eine neue Produktionsanlage für synthetische Moleküle am Standort Basel. Das Projekt umfasst einen Neubau sowie die Modernisierung bestehender Infrastruktur und unterstreicht Roches langfristiges Bekenntnis zum Produktionsstandort Schweiz.
📅 Heute im Fokus
In der Schweiz steht die Leistungsbilanz für das zweite Quartal auf dem Programm. Unternehmensseitig liefert Newron Halbjahreszahlen; die Liechtensteinische Landesbank präsentiert ihre neue Strategie. International richtet sich der Blick auf den Richmond-Fed-Index sowie auf Reden mehrerer US-Notenbanker, darunter John Williams, Philip Jefferson und Thomas Barkin. Die wichtigste Schweizer Wegmarke dieser Woche folgt am Donnerstag mit dem Zinsentscheid der SNB.
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