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🔔 Marktöffnung — 29. September 2026

Der SMI wird leicht höher erwartet, obwohl schwache US- und Asienvorgaben sowie steigende Anleiherenditen bremsen.

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Dienstag leicht fester eröffnen. Vorbörslich werden alle 20 SMI-Titel moderat im Plus gesehen. Die freundliche Indikation steht allerdings einem schwachen internationalen Umfeld gegenüber: Steigende US-Renditen, höhere Ölpreise und Verluste an den asiatischen Börsen begrenzen das Aufwärtspotenzial.


🌍 Internationales Umfeld

Die Wall Street schloss am Montag deutlich tiefer. Der Dow Jones verlor 0,67 Prozent auf 51’481,51 Punkte, der S&P 500 gab 0,77 Prozent auf 7’683,69 Punkte nach und der Nasdaq Composite sank 0,92 Prozent auf 26’820,38 Punkte. Belastend wirkten vor allem die höheren Anleiherenditen: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg zeitweise auf den höchsten Stand seit 2007. Auch die anhaltende Unsicherheit rund um die Ölversorgung durch die Strasse von Hormus hielt die Märkte in Atem.

In Asien überwiegen am Dienstagmorgen ebenfalls die roten Vorzeichen. Der Nikkei 225 verliert rund 1,3 Prozent, der Hang Seng liegt etwa 0,8 Prozent tiefer. Die Kombination aus steigenden Ölpreisen, hohen Zinsen und schwachen US-Vorgaben dämpft damit die Risikobereitschaft.


🇨🇭 SPI/SMI zur Eröffnung

Trotz der negativen Überseevorgaben wird der SMI vorbörslich leicht höher gestellt; alle 20 Indexwerte werden zunächst im Plus erwartet. Alcon und Richemont gehören zu den gefragteren Blue Chips. Beim breiten Markt dürfte die Entwicklung einzelner Unternehmensmeldungen stärker ins Gewicht fallen.

Der freundliche Start bleibt fragil. Steigende globale Kapitalmarktrenditen erhöhen den Bewertungsdruck auf Aktien, während höhere Energiepreise neue Inflationssorgen schüren. Defensive Schwergewichte könnten den Schweizer Markt stabilisieren, zyklische und zinssensitive Titel dürften dagegen anfälliger bleiben.


📰 Schweizer News zum Start

Lindt & Sprüngli stehen vorbörslich deutlich unter Druck. Eine Umsatzwarnung sorgt für Verkäufe beim Schokoladenhersteller und überschattet den ansonsten freundlichen SMI-Start. Das Unternehmen hatte bereits im ersten Halbjahr trotz Preiserhöhungen einen Rückgang beim Volumen-Mix ausgewiesen; die Nachfrageentwicklung bleibt damit der zentrale Belastungsfaktor.

Calida will die Aktionäre stärker am Unternehmenserfolg beteiligen. Der Wäschehersteller erhöht die angestrebte Ausschüttungsquote auf 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses, nach zuvor 20 bis 30 Prozent. Zusätzlich sollen ab dem 2. Oktober bis zu 2 Prozent des Aktienkapitals zurückgekauft und die erworbenen Aktien später vernichtet werden.


📅 Heute im Fokus

In der Schweiz steht das KOF-Konjunkturbarometer für September auf dem Programm. Der Frühindikator liefert Hinweise auf die weitere Entwicklung der Schweizer Wirtschaft und könnte den Franken sowie konjunktursensitive Aktien bewegen. Zudem findet bei Medacta ein Investorentermin mit Besichtigung des Produktionsstandorts im Tessin statt.

Am Nachmittag folgen aus den USA der Conference-Board-Index zum Konsumentenvertrauen, die JOLTS-Daten zu den offenen Stellen sowie Zahlen zum Immobilienmarkt. Angesichts der zuletzt deutlich gestiegenen US-Renditen dürften Anleger besonders darauf achten, ob die Daten weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank wahrscheinlicher machen.


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