🔔 Marktöffnung — 5. Oktober 2026
Der SMI dürfte dank starker Vorgaben aus den USA und Japan freundlich in die neue Woche starten.
Der Schweizer Aktienmarkt dürfte freundlich in die neue Woche starten. Rückenwind liefern die Kursgewinne an der Wall Street und ein kräftiger Sprung des Nikkei. Der schwache US-Arbeitsmarktbericht hat die Angst vor einer baldigen Zinserhöhung der US-Notenbank gedämpft.
🌍 Internationales Umfeld
Die Wall Street beendete den Freitag klar im Plus. Der Dow Jones stieg um 0,49 Prozent auf 51’176,96 Punkte, der S&P 500 gewann 0,73 Prozent auf 7’722,72 Punkte und der Nasdaq Composite legte um 1,19 Prozent auf 27’190,86 Punkte zu. Auslöser war der schwächer als erwartete US-Arbeitsmarktbericht: Im September entstanden lediglich 29’000 neue Stellen. Damit sank die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed im Oktober.
In Asien setzt sich die freundliche Stimmung am Montagmorgen fort. Der Nikkei 225 springt zeitweise um rund 2,5 Prozent auf etwa 70’038 Punkte. Der Hang Seng bewegt sich bei rund 23’972 Punkten dagegen kaum vom Fleck. Die Börsen in Shanghai und Seoul bleiben feiertagsbedingt geschlossen.
🇨🇭 SPI/SMI zur Eröffnung
Für SMI und SPI zeichnet sich ein positiver Wochenauftakt ab. Der SMI hatte sich am Freitag bereits um 0,3 Prozent auf 13’661 Punkte erholt. Die guten Vorgaben aus den USA und Japan sprechen nun für Anschlusskäufe, nachdem der Schweizer Leitindex in der Vorwoche zeitweise unter hohen Anleiherenditen und steigenden Energiepreisen gelitten hatte.
Das Umfeld bleibt jedoch zweigeteilt: Die abnehmende Sorge vor einem raschen Fed-Zinsschritt stützt Aktien, während hohe langfristige Renditen und der Ölpreis das Aufwärtspotenzial begrenzen. Defensive Schwergewichte dürften den Markt stabilisieren; bei Pharma- und Finanzwerten stehen zudem unternehmensspezifische Nachrichten im Vordergrund.
📰 Schweizer News zum Start
Novartis bleibt nach dem am Freitag bekannt gewordenen Lizenzdeal mit der chinesischen Abogen Biosciences im Fokus. Der Pharmakonzern sichert sich einen Kandidaten gegen Autoimmunerkrankungen und zahlt zunächst 575 Millionen US-Dollar. Einschliesslich möglicher Meilensteine und Optionen kann das Volumen bis zu 7,8 Milliarden Dollar erreichen. Die Aktie hatte am Freitag wegen der hohen potenziellen Kosten 1,5 Prozent verloren.
Julius Bär kündigte ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu 600 Millionen Franken an. Die Privatbank will nach Abschluss einer behördlichen Untersuchung wieder Kapital an die Aktionäre zurückführen. Das Papier reagierte am Freitag mit einem Kursplus von 2 Prozent und dürfte auch zum Wochenstart beobachtet werden.
📅 Heute im Fokus
Aus der Schweiz stehen heute keine marktbewegenden Konjunkturdaten oder grösseren Unternehmensabschlüsse an. Umso wichtiger werden die internationalen Stimmungsindikatoren: Am Vormittag erscheinen die finalen Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor mehrerer europäischer Länder.
Am Nachmittag richtet sich der Blick auf den US-ISM-Index für den Dienstleistungssektor im September. Nach dem überraschend schwachen US-Arbeitsmarktbericht wird besonders darauf geachtet, ob sich auch im grössten Teil der amerikanischen Wirtschaft eine Abkühlung zeigt. Ein schwacher Wert könnte die Zinserhöhungsfantasie weiter dämpfen, zugleich aber neue Konjunktursorgen auslösen.
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