🔔 Marktöffnung — 30. Oktober 2026
Nach dem Rekordhoch dürfte der SMI rund 0,3 Prozent tiefer starten. Schwache Tech-Vorgaben und höhere Ölpreise bremsen.
Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Freitag nach seinem Rekordschluss etwas tiefer eröffnen. Vorbörslich wird der SMI rund 0,3 Prozent im Minus gestellt. Schwache Technologiewerte in den USA und Asien sowie wieder steigende Ölpreise dämpfen die Risikobereitschaft.
🌍 Internationales Umfeld
An der Wall Street belastete der historische Kurssturz von Alphabet die grossen Indizes. Der Dow Jones schloss 0,25 Prozent tiefer bei 52’342,56 Punkten, der S&P 500 verlor 0,30 Prozent auf 7’720,39 Punkte und der Nasdaq Composite gab 1,38 Prozent auf 26’184,72 Punkte nach. Alphabet brach nach Zweifeln an der Rentabilität der hohen KI-Investitionen um 12,6 Prozent ein.
In Asien setzte sich der Druck auf Technologiewerte fort. Der Nikkei 225 verlor am Morgen rund 2,3 Prozent, während der Hang Seng in Hongkong gegen den regionalen Trend etwa 1,7 Prozent zulegte. Die Bank of Japan beliess ihren Leitzins erwartungsgemäss bei 1,25 Prozent.
🇨🇭 SPI/SMI zur Eröffnung
Die Bank Julius Bär indiziert den SMI vorbörslich 0,3 Prozent tiefer, nachdem der Leitindex am Donnerstag mit 14’756,86 Punkten auf einem neuen Rekordstand geschlossen hatte. Novartis wird als einziger SMI-Titel leicht im Plus erwartet, während ABB vorbörslich rund 1,4 Prozent verliert. Im breiten Markt stehen insbesondere Halbleiterwerte wie Inficon, AMS Osram, Comet und VAT unter Druck.
Neben der Schwäche im Technologiesektor belastet der Anstieg des Ölpreises: Brent verteuerte sich am Morgen angesichts der Spannungen im Nahen Osten und der Risiken für die Strasse von Hormus weiter. Der festere Franken wirkt ebenfalls als Gegenwind für exportorientierte Schweizer Unternehmen.
📰 Schweizer News zum Start
Landis+Gyr wird vorbörslich leicht höher gestellt. Der Stromzählerhersteller steigerte im ersten Halbjahr trotz eines Umsatzrückgangs von 6,3 Prozent die bereinigte EBITDA-Marge auf 14,7 Prozent und erhöhte die Margenprognose für das Gesamtjahr auf 15 bis 16 Prozent. Ein im Oktober verbuchter Grossauftrag über 509 Millionen Dollar stützt den Ausblick.
Die Luzerner Kantonalbank bleibt auf Rekordkurs: Der Konzerngewinn stieg in den ersten neun Monaten um 8,7 Prozent auf 223,3 Millionen Franken. Für das Gesamtjahr erwartet die Bank den Gewinn nun im oberen Drittel der Zielspanne von 305 bis 320 Millionen Franken.
📅 Heute im Fokus
In der Schweiz hat die SNB am Morgen für die ersten neun Monate einen Gewinn von 44,2 Milliarden Franken gemeldet. Im Tagesverlauf richtet sich der Blick auf die europäischen Wachstumsdaten: Das deutsche BIP für das dritte Quartal wird am Vormittag veröffentlicht, gefolgt vom BIP der Eurozone und deren Arbeitslosenquote. Aus den USA folgen am frühen Nachmittag der Beschäftigungskostenindex für das dritte Quartal und später der Chicago-Einkaufsmanagerindex. Zudem bleibt die Berichtssaison mit Zahlen grosser US-Konzerne wie Exxon Mobil, Chevron und AbbVie ein wichtiger Impulsgeber.
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