🔔 Marktöffnung — 6. November 2026
Nach dem KI-Ausverkauf an der Wall Street dürfte der SMI rund 0,8 Prozent tiefer starten. US-Jobdaten rücken in den Fokus.
Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Freitag deutlich schwächer eröffnen. Der massive Ausverkauf bei US-Technologie- und Halbleiterwerten hat über Nacht auch Asien erfasst. Der defensive Schweizer Markt könnte die Verluste zwar etwas abfedern, vor den wichtigen US-Arbeitsmarktdaten dürfte die Nervosität aber hoch bleiben.
🌍 Internationales Umfeld
An der Wall Street brachen die Kurse am Donnerstag ein. Der Dow Jones verlor 3,44 Prozent auf 51’523,06 Punkte, der S&P 500 sackte um 4,36 Prozent auf 7’353,73 Punkte ab und der Nasdaq Composite fiel um 5,52 Prozent auf 24’315,00 Punkte. Der Nasdaq 100 gab sogar 6,36 Prozent nach. Auslöser waren wachsende Sorgen vor einer strengeren Regulierung von KI-Rechenzentren und die hohen Bewertungen im Technologiesektor. Besonders Halbleiterwerte gerieten unter Druck; Nvidia verlor 9,3 Prozent.
Die Verkaufswelle setzte sich am Freitagmorgen in Asien fort. Der Nikkei 225 fiel zeitweise um rund 6 Prozent auf etwa 57’300 Punkte, während der Hang Seng rund 1 Prozent auf etwa 24’550 Punkte verlor. Auch Südkoreas Kospi brach um mehr als 6 Prozent ein. Technologie- und Chipwerte führten die Verluste an.
🇨🇭 SPI/SMI zur Eröffnung
Für den SMI zeichnet sich ein klar negativer Handelsstart ab. Die Bank Julius Bär stellte den Leitindex vorbörslich 0,75 Prozent tiefer; alle 20 SMI-Titel lagen im Minus. Roche, Swiss Re und Swiss Life gehörten mit Abschlägen von 1,0 bis 1,1 Prozent zu den schwächeren Werten, während Holcim, ABB, Nestlé, Zurich und Geberit mit rund 0,7 Prozent Minus etwas besser abschnitten.
Der Schweizer Markt dürfte sich dank seiner defensiven Schwergewichte robuster zeigen als die technologielastigen Börsen in den USA und Asien. Bei AMS Osram, Comet, Inficon und VAT bleibt der Druck jedoch hoch: Die Schweizer Halbleiterzulieferer hatten bereits am Donnerstag zwischen 6,5 und 13 Prozent verloren. Eine leichte Erholung der US-Technologiefutures könnte den Abwärtsdruck im Tagesverlauf begrenzen.
📰 Schweizer News zum Start
- Carlo Gavazzi: Der Elektronikkomponenten-Hersteller ist im ersten Halbjahr 2026/27 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Umsatz stieg um 11,2 Prozent auf 75,7 Millionen Franken, der EBIT erhöhte sich von 1,3 auf rund 3,7 Millionen Franken und der Reingewinn erreichte 2,9 Millionen Franken nach einem Verlust von 0,4 Millionen im Vorjahr.
- Schindler: Der Lift- und Rolltreppenhersteller hat sein Aktienrückkaufprogramm für Namenaktien und Partizipationsscheine abgeschlossen. Die Meldung dürfte bei Schindler zum Handelsstart Beachtung finden.
📅 Heute im Fokus
In der Schweiz veröffentlicht die SNB die Devisenreserven für Oktober. Zudem steht der Konsumentenstimmungsindex des Seco auf dem Kalender.
Der wichtigste Termin folgt um 14:30 Uhr Schweizer Zeit mit dem US-Arbeitsmarktbericht für Oktober. Ökonomen erwarten rund 65’000 neue Stellen ausserhalb der Landwirtschaft und eine unveränderte Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent. Die Zahlen sind entscheidend für die Frage, ob die US-Notenbank im Dezember erneut an der Zinsschraube dreht. Um 16:00 Uhr folgt die vorläufige Konsumentenstimmung der Universität Michigan; daneben treten mehrere Vertreter der US-Notenbank auf.
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